Du erläuterst einen Vorschlag. Noch bevor der entscheidende Punkt ausgesprochen ist, beginnt jemand anderes zu reden. Du kannst in diesem Moment einen kurzen Satz vorbereithalten, der deinen Gesprächsraum markiert.
1. Benenne, was du noch brauchst
„Einen Moment, ich möchte den Gedanken noch zu Ende führen.“
Originalformulierung aus Kapitel 2 des überarbeiteten Manuskripts.
Führe anschließend deinen wesentlichen Gedanken aus. Ein klarer Abschluss hilft der Runde zu erkennen, wann sie reagieren kann. Du musst die Unterbrechung nicht zuerst ausführlich erklären oder bewerten.
2. Gib das Gespräch bewusst weiter
Nach deinem Punkt kannst du dein Gegenüber einbeziehen: „Jetzt zu deiner Frage.“ Damit wird deutlich, dass du Raum für deinen Beitrag möchtest und auch anderen Raum gibst. Formuliere den Übergang so, wie du tatsächlich sprichst.
3. Wenn es immer wieder passiert
Wiederholte Unterbrechungen sind nicht allein durch einen perfekten Satz zu lösen. Du kannst die Gesprächsleitung um Unterstützung bitten: „Können wir die Rückfragen nach dem jeweiligen Beitrag sammeln?“ In einem vertraulichen Gespräch lässt sich außerdem klären, was dir bei der Zusammenarbeit auffällt.
Wenn du regelmäßig abgewertet wirst, ist Unterstützung im Arbeitsumfeld wichtig. Der Hinweis, klarer zu sprechen, macht dich nicht für das Verhalten anderer verantwortlich.
Redaktioneller Praxisimpuls von StärkeWerk auf Grundlage des überarbeiteten Manuskripts „Der Respekt-Code“. Beispielsätze bitte an deine Situation anpassen.
Das Buch hinter den Impulsen